Betzavta

Anstehende Veranstaltungen

Es gibt derzeit keine bevorstehenden veranstaltungen.

Der Schwerpunkt von Betzavta

Der Schwerpunkt von Betzavta liegt auf Übungen mit eher spielerischem Charakter. Sie ermöglichen den Kursteilnehmern unter anderem, die Vor- und Nachteile eines demokratischen Systems nachzuempfinden.

Die zentrale Botschaft des Programms lautet:

Demokratische Grundeinstellung

Demokratie nicht nur die Umschreibung für eine bestimmte Staats- und Gesellschaftsform ist, sondern als Verhaltensform in allen Situationen des Alltags umgesetzt werden kann. Dies kann mithilfe der Vermittlung einer demokratischen Grundeinstellung bewusst gemacht werden .

Während eines Betzavta-Trainings werden auf der Sachebene verschiedene Themenbereiche z.B. demokratische Prinzipien oder das Verhältnis von Mehrheit und Minderheit behandelt. Gleichzeitig durchlaufen die Teilnehmer drei Phasen der Bewusstseinsbildung:

  1. Phase: Konfrontation mit der eigenen Ablehnung von Gleichberechtigung. Die Ablehnung ist häufig auf der Annahme zurückzuführen, dass die Anerkennung der Rechte der Anderen zwangsläufig zur Einschränkung der eigenen Rechte führen muss.
  2. Phase: Konfrontation mit der Feststellung, dass Gleichberechtigung nur dann als nützlich erkannt wird, wenn es dem persönlichen Weiterkommen dient. Nicht erkannt wird, dass der Schutz der Rechte der Anderen gleichzeitig dazu dient, die eigenen Rechte zu schützen.
  3. Phase: Anerkennung der Gleichberechtigung als generelles Prinzip. Die Anerkennung erfolgt unabhängig von der Tatsache, ob es sich um das eigene Recht oder das Recht des Anderen handelt.

Konflikt-Dilemma-Methode

Die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu überdenken und zu verändern, wird mit der Methode der Umwandlung eines Konflikts in ein Dilemma gefördert. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass Menschen, die ein Dilemma in sich verspürt haben, die Position der Gegenseite in einem Konflikt besser nachvollziehen können. Die Fähigkeit zur Empathie weckt die eigene Kreativität zur Veränderung der Gesamtsituation und damit zur Vermeidung des Konflikts. Der Prozess vollzieht sich in drei Schritten:

  1. Schritt: In einer Konfliktsituation halten die Vertreter verschiedener Entscheidungsalternativen ihre eigene Alternative für die bessere und lehnen die Alternativen der Anderen ab. Mit der Umwandlung des Konflikts in ein Dilemma erfahren die Beteiligten im Verlauf der Übung ihre Ambivalenz gegenüber der Thematik. Sie nehmen die verschiedenen Alternativen als gleichberechtigt wahr. Das Dilemma, das sie dann empfinden, ist die Begegnung mit sich widersprechenden, eigenen Bedürfnissen. Diese Situation soll dazu führen, dass die Kursteilnehmer den Wunsch verspüren, die Suche nach einer kreativen Lösung voranzutreiben, um so aus dem Dilemma herauszufinden.
  2. Schritt: Die Teilnehmer erkennen die Nachteile, die mit der Vermeidung einer Entscheidung verbunden sind, um die Vorteile der Entscheidung, die auf der Grundlage demokratischer Prinzipien zustande kommen.
  3. Schritt:  Schließlich können die Teilnehmer in ihrem persönlichen und gesellschaftlichen Umfeld demokratischer agieren